Der Fall Claudia Sünder

Mitteilung
zum Stand des Strafverfahrens
"Senatssprecherin Claudia Sünder vs. Dr. Hanjo Lehmann"

Das Verfahren hatte ein vorläufiges Ende mit einem Freispruch. Dem folgte eine umfassende Kritik der Richterin mir gegenüber. Sie warf mir vor, auf ungehörige Weise das Privatleben der Senatssprecherin in die Öffentlichkeit gezerrt zu haben.
Wie mir mein Anwalt mitgeteilt hat, hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das Verfahren geht also in die nächste Runde.

Jedenfalls mein herzlicher Dank an alle, die bei der Verhandlung anwesend waren und mir gezeigt haben, dass ich in dieser Sache nicht allein stehe.

Hanjo Lehmann
 

Auslöser für dieses Verfahren war das

Dossier Claudia Sünder

Anatomie einer Aufschneiderin”

Dieses Dossier versandte ich im Juni 2018 an Politiker, Abgeordnete und Presse – selbstverständlich mit Name, Adresse und Telefon.

Am 18. Juli 2018 hämmerte es morgens um 6 an meiner Wohnungstür: "Hausdurchsuchung! Öffnen Sie, sonst brechen wir die Tür auf!"

Vor der Tür: ein Trupp Beamte vom – man höre und staune – Berliner Staatsschutz. Jawohl, Staatsschutz! Abteilung "Politische Kriminalität Rechts"!

Vor den Amri-Untersuchungsausschüssen lamentierten Berlins Polizeibosse, ihnen fehle das Personal zum Verfolgen von Terroristen. Und doch reichte ein Fingerschnipsen von StaatsiSekretär Gaebler, um gleich ein Rudel wackerer Staatsschützer springen zu lassen – und das bei einer Lappalie wie der angeblichen Beleidigung einer Hofschranze.

Sehnse det iss Berlin. Dass eine Dame mit fast komplett geschwindeltem Lebenslauf Senatssprecherin wird, stört kein Aas, aber wenn du das laut sagst, springt dir der Staatsschutz an den Hals. Eigentlich zum Lachen ... außer wenn es deine eigene Tür ist, auf die jemand in der Morgendämmerung eindrischt.

Also filzten 10 Beamten des ach so überlasteten Staatsschutzes meine Wohnung und mein Büro. Sie beschlagnahmten alle neueren PCs und Laptops, alle Festplatten, alle USB-Sticks, dazu beide Farbdrucker sowie meine Handys. Auch ein nicht Internet-fähiges Handy fürs Zusenden von TAN-Nummern bei Bank-Überweisungen ließen sie mitgehen. In der Wohnung verblieben: ein Laptop Baujahr 1992 mit Betriebssystem MS-DOS 6.0 auf Diskette. Zwei Windows-3.1-Laptops, zwei weitere mit Windows 95. Ein alter Apple-Rechner, auf dem nur LOGIC als Musikprogramm installiert war. Ein Schwarzweiß-Drucker mit defekter Scan-Funktion.

Es folgten zwei Gerichtsverfahren: zum einen (siehe oben) jenes Strafverfahren wegen angeblicher "Beleidigung", das am Dienstag zur Hauptverhandlung kommt.

Parallel sollte ein Zivilverfahren mir die Aussagen aus dem "Dossier Claudia Sünder" verbieten. Tatsächlich wurden zahlreiche Einzelformulierungen untersagt. Doch den Kern meiner Kritik bestätigte das Kammergericht (siehe auch beiliegenden "korrigierten Lebenslauf" der Senatssprecherin):

"Noch nie durfte jemand mit so dürftigen Voraussetzungen die deutsche Hauptstadt öffentlich vertreten - mit einer faktischen Null-Qualifikation einerseits und einem fast komplett geschwindelten Lebenslauf andererseits."

Und das Landgericht fasste seine Einschätzung wie folgt zusammen:

"Entgegen der Ansicht der Antragstellerin handelt es sich bei den angegriffenen Äußerungen auch unter Berücksichtigung des 80seitigen Dossiers nicht um eine Schmähkritik ... Gerade die Antragstellerin als Pressesprecherin des Senates muss in verstärktem Maße Kritik hinnehmen, auch wenn diese mit Hohn und Spott verbunden ist".

Damit interessierte Personen prüfen können, ob die Kritik am "Dossier Claudia Sünder" berechtigt ist, werde ich es demnächst ins Netz stellen. Natürlich wird das das in überarbeiteter Form sein. Die Auflagen von Landgericht und Kammergericht berücksichtige ich ebenso wie die Punkte, in denen sie meiner Kritik rechtgeben. Weiterhin integriere ich Dinge, die Frau Sünder selber in zwei eidesstattlichen Versicherungen einräumen musste, zum Beispiel, dass sie niemals "Redakteurin" war. Erst recht gehört hierzu der Nachweis, dass sie – und zwar mit größter Unverfrorenheit bis heute – die Berufsbezeichnung "Kauffrau" unrechtmäßig führt.

Hier können Sie Sie sich überzeugen, dass derzeit (Stand 25. Mai 2019) auf der offiziellen Senats-Webseite immer noch alle falschen Lebenslauf-Angaben der Claudia Sünder stehen: Offizieller Senats-Lebenslauf Claudia Sünder.

Hier geht’s zu dem nach bisherigem Kenntnisstand korrigierten Lebenslauf:

Hier wird es demnächst zum “Dossier Claudia Sünder” gehen.
 

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